Bürgerhaus Eislingen

 

 

Das neue Haus definiert den westlichen Abschluss der „Innenstadt“ Eislingens. Der öffentliche Bereich des Gebäudes, das Foyer orientiert sich eindeutig zur Stadt.

Auf südlicher Seite rückt das neue Haus dicht an die bestehende Altenwohnanlage und gibt Besuchern beim passieren dieser Stelle in Richtung der Stadt das Gefühl vom Eintreten in das Zentrum. Hinter dieser „Enge“ eröffnet sich der neue Bürgerplatz.

Die Mühlbachstrasse stellt sich für uns als Grenze des Innenstadtbereiches dar. Die Fassade zu dieser Seite ist folglich geschlossen und abweisend.

Auf nördlicher Seite rückt das neue Haus vom Ufer der Fils ab, lässt einen neuen Freibereich entstehen und öffnet die Stadt an dieser Stelle zu Ufer und Natur.

Die Form des neuen Hauses folgt der vorgefundenen Situation und reagiert mit ihren dezenten Rücksprüngen auf örtliche Gegebenheiten.

Auf der „städtischen“ Seite schlagen wir einen grossen Platz - den Bürgerplatz vor. Er ist mit einer wassergebundenen Decke belegt.

Die „Rudolf Diesel Strasse“ als Erschliessung vom Bahnhof ist mit Granitkleinpflaster befestigt.

Nördlich des neuen Bürgerhauses, am Ufer der Fils, schlagen wir einen kleinen Obstgarten vor. Der Garten soll Aufenthalsraum für die Bewohner Eislingens sein und einen Kontrast zu den städtischeren Plätzen darstellen.

Eine kleine Stiege (die Filsstiege) leitet an das Ufer des Bachs.

 

Das Bürgerhaus besteht aus der Funktionseinheit Foyer – Saal – Bühne – dienende Bereiche.

Diese Bereiche werden ihren funktionalen Anforderungen und der örtlichen Situation folgend angeortnet.

Das Foyer ist über den Bürgerplatz und eine Stadtloggia zu betreten.

Die Funktionsbereiche Garderobe, Sanitärbereich, und Küche mit Ausgabe liegen auf dem selben Geschoss.

An das Foyer schliesst sich über eine grosszügig aufgeglaste Innenfassade der Saal an. Er ist als ein grosser saal ausgebildet, der durch mobile Trennwände in die geforderten Saalbereiche teilbar ist.

Die Belichtung des Saals erfolgt über Sheddächer, die dem Dach seine charakteristische Erscheinung verleihen.

An den saal schliesst sich der Bühnenbereich an.

Eine kleine Galerie ist als freie Form in Foyer und Saal eingehägt.

Schauspieler und Musiker betreten über das Künstlerfoyer an der Sixtstrasse das Gebäude.

Die Garderoben und Proberäume sind im ersten Obergeschoss untergebracht und über einen kleinen Patio belichtet.

Der Küchenbereich liegt nördlich des Saals. er kann direkte Speiseausgaben zum Foyer und zum Saal haben. Die Anlieferung der Küche erfolgt über ein seperates Foyer von Norden.

 

Das Gebäude ist als Solitär geformt der auf die örtlichen Gegebenheiten reagiert. Im Vordergrund steht nicht die Oberfläche sondern die Form.

Die Aussenhaut des neuen Hauses ist homogen mit einem monochromen, sandfarbenem, Putz bekleidet.

Die gläsernen Fassaden sind Holzrahmenkonstruktionen aus Eichenholz mit Mehrscheibenisolierglasung.

Der Ausbau des Gebäudes besteht aus Böden in schwarzem Schieferbelag und weiss geputzten Wänden.

Das Gebäude ist als Stahlbetonkonstruktion erstellt. Die tragenden Wände und tragenden Decken sind als Stahlbetonmassivkonstruktion ausgebildet.

Notwendige Stützen im Foyerbereich sind Stahl- Stahlbetonverbundstützen.

Die Spannweite über dem Saal wird über grosse Träger aufgenommen, die im Bereich der Sheddächer liegen. Die Träger sind als Stahlrahmenträger ausgebildet die zur Belichtung des Saals geöffnet und verglast sind.

 

Projektinformation

Projekt

 

Auftraggeber

 

 

Standort

 

Bearbeiter

 

Bearbeitung

 

Leistungsumfang

Eissporthalle Dresden

 

Stadt Eislingen / Fils

 

 

Eislingen an der Fils

 

dd1 architekten

 

2000

 

Wettbewerb 1. Preis

 

 

Lageplan

 

Lageplan

 

Grundriss Erdgeschoss

 

Grundriss Obergeschoss

 

Modell

 

Blick vom Bürgerplatz

 

Blick vom Filsgarten