Freie Evangelische Schule, Dresden

 

 

Städtebau & Freiraum

Das Wettbewerbsgebiet im Dresdner Stadtteil Seidnitz gelegen ist geprägt von einem hetrogenen baulichen Umfeld. Baustrukturen unterschiedlichter Dimension und Masstäblichkeit und aus unterschiedlicher Entstehungszeit umgibt das Areal. Auf dem Grundstück befindet sich eine Schulanlage, die während der Bauphase möglichst lange genutzt werden soll. Nach Osten bietet sich ein respektabler Blick in die weite der Landschaft.

In der baulichen Umgebung sind keine Strukturen zu finden, die weitergeführt werden könnten.

Ansatz ist es somit baulich und freiräumlich einen Ort für die FREIE EVANGELISCHE SCHULE DRESDEN zu definieren.

Das Projekt sieht eine „Pavillonartige“ Bebauung mit zwei bzw. drei Schulbaukörpern vor. Die zwischen den Bauvolumen liegenden Freiräume werden als Freiflächen für die Schulen und den Hort genutzt. Die Freiräume im Süden des Grundstücks werden für den Sport genutzt.

Die Vegetation im östlichen und südlichen Grundstücksbereich bleibt weitgehend erhalten und definiert vegetativ den „grünen Abschluss“ der Schulanlage.

Entlang der Hausdorfer Strasse wird ein „städtischer“ Eingangsbereich zum Schulgelände ausgebildet.

 

Bauabschnitte

Priorität für die Konzeption des Projektes war die Ermöglichung der Weiterführung des Schulbetriebes während der Realisierungsphase.

Durch die Position und die Organisation des Projektes ist es möglich die Grund- und die Mittelschule zu erstellen ohne das Bestandsgebäude abzubrechen – somit ist ein durchgehender Schulbetrieb für Grund- & Mittelschule auf dem Grundstück gegeben.

Phase 01: Die bestehende Schulsporthalle im nördlichen Grundstücksbereich wird abgebrochen. Somit entsteht ein grosszügiges Baufenster für den Neubau der Schulen. Die Sportnutzung wird während der Bauzeit des Projektes ausgelagert (Nachbarsporthalle bzw. Freisportflächen).

Phase 02: Der Baukörper der Grundschule (mit dem Hort im Erdgeschoss) wird erstellt (Haus 01). Ein weiterlaufender Schulbetrieb im Bestandsgebäude ist möglich.

Phase 03: Bezug der neuen Grundschule. Der Baukörper der Mittelschule wird erstellt (Haus 02). Ein weiterlaufender Schulbetrieb im Bestandsgebäude ist möglich.

Phase 04: Bezug der neuen Mittelschule. Abbruch des bestehenden Schulhauses – dadurch Baufreiheit für den Baukörper der Sporthalle.

Phase 05: Neubau der Schulsporthalle und Neubau der Sportfreiflächen im südlichen Grundstücksbereich.

 

Organisation

Das Projekt sieht die Gliederung der Schule in zwei bzw. drei Baukörper vor. Diese drei Bauteile beinhalten:

1. die Grundschule (HAUS 01)

2. die Mittelschule (HAUS 02)

3. die Sporthalle.

 

HAUS 01

Der Baukörper der Grundschule hat eine Abmessung von 31.750 Meter x 43.375 Meter und eine Höhe 11.20 Meter bis zur Attika. Das Haus ist „Ringartig“ aufgebaut. In der Peripherie des Rings liegen die Schulräume. Auf der Süd- und der Ostfassade, der Sonne zugewandt, liegen die Klassen- und die Gruppenräume. Diese Raumzone hat eine lichte Raumtiefe von 7.500 Metern. Zwei Klassenräumen ist jeweils ein Gruppenraum zugeordnet. Auf der Nordseite des Baukörpers liegen die Räume der Lehrer. Diese Raumzone hat eine lichte Raumtiefe von 5.500 Metern. Im Zentrum des Gebäudes befindet sich ein über alle drei Etagen reichender Infrastrukturkern mit Sanitär- und Nebenräumen und Platz für einen Aufzug.

Der Kern beinhaltet in den Schulgeschossen (1. OG und 2. OG) einen gedeckten zweigeschossigen Patio. Dieser gedeckte „Wintergarten“ kann in den Übergangsjahreszeiten als Erweiterung der Pausenfläche genutzt werden. Solare Energiegewinne, können über den Patio erzielt werden, die auf einfache Weise dem Schulhaus zugeführt werden können. Der Patio wird darüber hinaus zur natürlichen Belüftung des Schulhauses herangezogen (siehe auch Bericht zur Haustechnik).

Im Erdgeschoss des HAUS 01 ist der Hort untergebracht. Die einzelnen Horträume haben über grosse bodenstehende Fenstertüren einen direkten Zugang in den Freiraum.

Eine grosszügige Treppenanlage erschliesst die für die Grundschule genutzten Obergeschosse.

 

HAUS 02

Der Baukörper der Mittelschule hat eine Abmessung von 39.500 Meter x 43.375 Meter und eine Höhe 11.20 Meter bis zur Attika. Das Haus ist „Ringartig“ aufgebaut. In der Peripherie des Rings liegen die Schulräume. Auf der Süd- und der Ostfassade, der Sonne zugewandt, liegen die Klassenräume. Diese Raumzone hat eine lichte Raumtiefe von 7.500 Metern. Die Nordseite beinhaltet die Fachklassen. Auch diese Raumzone hat eine lichte Raumtiefe von 7.500 Metern. Auf der Westseite des Baukörpers, mit Blick auf den Eingangsbereich der Anlage, liegen die Räume der Lehrer. Diese Raumzone hat eine lichte Raumtiefe von 5.500 Metern. Im Zentrum des Gebäudes befindet sich ein über alle drei Etagen reichender Infrastrukturkern mit Sanitär- und Nebenräumen und Platz für einen Aufzug.

Der Kern beinhaltet in den Schulgeschossen (1. OG und 2. OG) einen gedeckten zweigeschossigen Patio. Dieser gedeckte „Wintergarten“ kann in den Übergangsjahreszeiten als Erweiterung der Pausen¬fläche genutzt werden. Solare Energiegewinne, können über den Patio erzielt werden, die auf einfache Weise dem Schulhaus zugeführt werden können. Der Patio wird darüber hinaus zur natürlichen Belüftung des Schulhauses herangezogen (siehe auch Bericht zur Haustechnik).

Im Erdgeschoss des HAUS 02 sind Gemeinschaftsflächen der beiden Schulteile untergebracht. Im Zentrum liegt die von Grund- & Mittelschule gemeinsam genutzte Schulbiblothek. Auf der Westseite des HAUS 02 (von aussen andienbar) liegt die Mensa der beiden Schulen. Die einzelnen Räume des Erdgeschosses haben über grosse bodenstehende Fenstertüren einen direkten Zugang in den Freiraum.

Eine grosszügige Treppenanlage erschliesst die für die Mittelschule genutzten Obergeschosse.

 

Das HAUS 01 und das HAUS 02 sind im Erdgeschoss durch einen eingeschossigen Zwischenbau verbunden. Dieser mit dem Pausenhof korrespondierende Baukörper beherbergt die Pausenhalle.

 

Sporthalle

Die Zweifach- Sporthalle auf der Südseite des Bauareals besitzt eine Dimension von 45.000 M x 33.125 M. Die Sporthalle ist um ein Geschoss in die Erde „eingegraben“. Der Zugang zur Sporthalle befindet sich auf der Nordseite des Baukörpers – dem Schulhof zugewand. Die Sporthalle besitzt zwei seperate Zugänge. Für den Schulsport vom Schulhof und für den Vereinssport (nach Schulschluss) vom öffentlichen Verkehrsraum.

Die Sporthalle besitzt zu ebener Erde gelegen Ein kleines Foyer, einen Mehrzweckraum, die Zuschauertribüne und die notwendigen Sanitärräume. Im Untergeschoss sind die Umkleidebereiche, die Geräteräume und die mittig teilbare Sporthalle untergebracht.

 

 

Projektinformation

Projekt

 

Nutzung

 

Auftraggeber

 

 

Standort

 

 

Bearbeiter

 

Bearbeitung

 

Leistungsumfang

Freie Evangelische Schule, Dresden

 

Grund- & Mittelschule

 

Schulverein der freien

Evangelische Schule, Dresden

 

Hausdorfer Strasse 4

D 01277 Dresden

 

dd1 architekten

 

2008

 

Wettbewerb 2. Preis

 

 

Schwarzplan

 

Lageplan

 

Grundriss Erdgeschoss

 

Grundriss Obergeschoss

 

Schnitte / Ansichten

 

Schnitte / Ansichten