Lageplan

SCATULA

 

 einer Schatulle im Berg gleich ist das neue Gebäude organisiert. Kein Haus im herkömmlichen Sinne - sondern vielmehr eine landschaftliche Übersetzung der vorgefundenen Topografie in gebaute Architektur. Aus der Masse des Berges aufgeklappt gibt das Gebäude Raum in der Erde frei, die für die Dokumentation am Obersalzberg genutzt wird. Im Bereich des neuen Gebäudes sind die vorhandenen Höhenlinien ingenieurhaft geometrisiert. Die entstandene klaffende Fuge zwischen Berg und Haus ist vollflächig aufgeglast – transparent und aus sich heraus leuchtend. Jegliches Pathos ist diesem räumlichen Gebilde fremd, es bilden sich differenzierte und räumlich spannende Bereiche aus.1. Städtebauliche Einordnung Die besondere Herausforderung in der städtebaulichen Einordnung des neuen Bauwerkes liegt in der geforderten Kubatur des neuen Dokumentationszentrums. Diese große Baumasse muss sich sowohl der Maßstäblichkeit der vorhandenen Bebauung aber vor allem auch dem landschaftlichen Bezug unterordnen. Um die entstehende Kubatur kontrollieren zu können schlage wir vor Grossteile des Gebäudes in die Erde einzugraben. Es entsteht kein „Haus“ im herkömmlichen Sinne. Die vorhandene topgrafische Situation des Areals wird durch die Baumassnahme nicht grundlegend verändert. Die Wegebeziehung zwischen Parkplatz (ehem. Platterhof)

– Dokumentionszentrum – Berghofareal über den Carl-von-Linde Höhenwanderweg wird im Bereich des Dokumentionszentrums durch die Fassade des Neubaus akzentuiert.

Die Kubatur des bestehenden Dokumentationszentrums wird im äußeren nicht verändert – die Anbindung an den Neubau erfolgt im Untergeschoss. Zwischen dem Bestandsgebäude und dem Neubau schlagen wir ein ebenes Plateau vor. Von diesem Plateau werden die beiden Gebäude (Bestandsgebäude als Seminarhaus und Neubau als Ausstellungshaus) erschlossen.

 

Das Bestandsgebäude wird als „Seminarhaus“ umgenutzt. Es beherbergt künftig im Erd- & Obergeschoss das Bildungszentrum und im Untergeschoss die fachliche und betriebliche

Leitung. Eingriffe in die Gebäudehülle (Fassade) sind nicht notwendig, die Umbauten beschränken sich auf  das Gebäudeinnere. Durch die Bauweise des bestehenden Gebäudes als Leichtbau in Holzskelettbauweise sind die vorgeschlagenen Umbauten wirtschaftlich zu realisieren. Die Flächenresourcen des Bestandsgebäudes sind für die vorgeschlagene Nutzung voll auskömmlich. Das Erdgeschoss des Bestandsgebäudes wird für Nutzer des Bildungszentrums von dem neuen Geländeplateau gegenüber dem Hauptzugang zum Neubau fußläufig erschlossen. Eine interne Verbindung zum Untergeschoss bindet den Bunkerzugang, die Dauerausstellung und die fachliche und betriebliche Leitung an. Im Neubau sind das Besucherzentrum und der Ausstellungsbereich eingeordnet. Im Erdgeschoss – vom neuen Plateau aus erschlossen – liegt das Besucherzentrum. Zugänglich von Süden ist das Besucherzentrum mit den Funktionen: Foyer, Kasse, Information, Museumsshop, Besucherlounge etc. räumlich zusammenhängen organisiert. Die Sonderaussellungssäle sind erdgeschossig und vom Foyer aus erschlossen untergebracht. Die Foyerzone ist zunächst als räumlich zusammenhängende Einheit ausgebildet.

Durch mobile Trennwände können bei Bedarf die beiden Wechselaussellungssäle aus der Foyerzone herausgetrennt werden. Die Dauerausstellung befindet sich im Unterschoss und wird über zwei große Treppen und eine Aufzugsanlage erschlossen. Die Dauerausstellung ist als große zusammenhängende Fläche mit der gewünschten lichten Raumhöhe organisiert und ist somit als „White Box“ durch die Ausstellungsarchitektur frei bespielbar. An die Dauerausstellung im Untergeschoss ist der Zugang zum Bunker gegeben. Im Untergeschoss befinden sich weiterhin der Filmraum und die dienenden Funktionen: Sanitäranlage und Garderobe. Vom eigentlichen Ausstellungsgebäude unabhängig erschlossen wir ein kleiner „Werkhof“ vorgeschlagen über den die Bereiche: Gebäudebetrieb und Ausstellungsdepots angedient werden. Dieser Werkhof ist in die vorhandene und künftige Topografie eingearbeitet und tritt nicht als Baumasse in Erscheinung. Die Erschließung mit Fahrzeugen erfolgt für die Besucher „unsichtbar“ und auf kurzer Strecke von der Zufahrt zum Gelände.

Projektinformation

Projekt

 

Nutzung

 

Auftraggeber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Standort

 

Bearbeiter

 

Bearbeitung

 

Leistungsumfang

 

Dokumentation Obersalzberg

 

Dokumentationszentrum

 

Freistaat Bayern

verteten durch:

Bayrisches Staatsministerium

der Finanzen, für Landesentwicklung

und Heimat

verteten durch:

Staatliches Bauamt Traunstein

Rosenheimer Strasse 7

83278 Traunstein

 

Obersalzberg

 

dd1 architekten

 

2014

 

Wettbewerb 3. Preis

(kein 2. Preis vergeben)

offener zweiphasiger

Realisierungswettbewerb

nach RPW 2013

 

 

Modell

 

Pictogramm

 

Museumsrundgang

 

Grundrisse

 

Schnitt

 

Schnitt

 

Schnitt

 

Schnitt

 

Schnitt

 

Modell